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1.22 Warum fand die Sintflut in der Zeit von Noah statt?

Hauptereignisse des Alten Testaments

Das Buch Genesis sagt uns, dass Gott viele Jahre nach dem Fall von Adam und Eva erneut von den Menschen enttäuscht wurde, die sich bösartig und sündig verhalten haben. Es tat ihm leid, dass er sie erschaffen hatte und wollte sie in einer großen Flut zerstören. Nur Noah benahm sich gut. Gott sagte ihm, er solle eine Arche bauen, um seine Familie unterzubringen, sowie ein Männchen und ein Weibchen aller Tierarten der Welt (Gen 6,13-19)Gen 6,13-19: Da sprach Gott zu Noach: Ich sehe, das Ende aller Wesen aus Fleisch ist gekommen; denn durch sie ist die Erde voller Gewalttat. Siehe, ich will sie zugleich mit der Erde verderben. Mach dir eine Arche aus Goferholz! Statte sie mit Kammern aus und dichte sie innen und außen mit Pech ab! So sollst du sie machen: Dreihundert Ellen lang, fünfzig Ellen breit und dreißig Ellen hoch soll sie sein. Mach der Arche ein Dach und hebe es genau um eine Elle nach oben an! Den Eingang der Arche bring an der Seite an! Richte ein unteres, ein zweites und ein drittes Stockwerk ein! Ich bin es. Siehe, ich will die Flut, das Wasser, über die Erde bringen, um alle Wesen aus Fleisch unter dem Himmel, alles, was Lebensgeist in sich hat, zu verderben. Alles auf Erden soll den Tod finden. Mit dir aber richte ich meinen Bund auf. Geh in die Arche, du, deine Söhne, deine Frau und die Frauen deiner Söhne! Von allem, was lebt, von allen Wesen aus Fleisch, führe je zwei in die Arche, damit sie mit dir am Leben bleiben; je ein Männchen und ein Weibchen sollen es sein..

Nachdem die Flut die Erde bedeckt hatte, schwamm Noahs Arche auf einem riesigen Meer. Nach 150 Tagen begann das Wasser abzunehmen. Gott hat mit allen Menschen einen Bund geschlossen: Er würde niemals wieder zulassen, dass die Erde überflutet wird. Der Regenbogen ist ein Zeichen dieses Versprechens (Gen 9,16)Gen 9,16: Steht der Bogen in den Wolken, so werde ich auf ihn sehen und des ewigen Bundes gedenken zwischen Gott und allen lebenden Wesen, allen Wesen aus Fleisch auf der Erde..

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Aufgrund der Sünden der Menschen vernichtete sie Gott mit der Flut. Noah war gerecht, sodas Gott ihn und seine Familie rettete.

Die Weisheit der Kirche

Mit welchen Stufen beginnt die Offenbarung Gottes?

Gott tut sich schon von Anfang an den Stammeltern, Adam und Eva, kund und beruft sie zu einer innigen Gemeinschaft mit ihm. Nach ihrem Sündenfall bricht er seine Offenbarung nicht ab und verheißt das Heil für alle ihre Nachkommen. Nach der Sintflut schließt er mit Noach einen Bund zwischen ihm und allen lebenden Wesen. [KKKK 7]

Wie offenbart sich Gott im Alten Testament?

Gott zeigt sich im Alten Testament als Gott, der die Welt aus Liebe geschaffen hat und den Menschen auch dann noch treu bleibt, wenn sie in der Sünde von ihm abfallen.  

 

Gott macht sich in der Geschichte erfahrbar: Mit Noach schließt er einen Bund zur Rettung aller Lebewesen. Den Abraham ruft er, um ihn zum „Stammvater einer Menge von Völkern“ (Gen 17,5) zu machen und in ihm „alle Völker der Erde“ (Gen 12,3) zu segnen. Das aus Abraham hervorgegangene Volk Israel wird sein besonderes Eigentum. Dem Mose stellt er sich namentlich vor. Sein geheimnisvoller Name JHWH, ausgeschrieben meist Jahwe, bedeutet „Ich-bin-da“ (Ex 3,14). Er befreit Israel aus der Sklaverei in Ägypten, schließt am Sinai einen Bund und gibt ihm durch Mose das Gesetz. Immer wieder schickt Gott seinem Volk Propheten, um es zur Umkehr und zur Erneuerung des Bundes aufzurufen. Die Propheten verkünden, dass Gott einen neuen und ewigen Bund schließen wird, der eine radikale Erneuerung und endgültige Erlösung bewirken wird. Dieser Bund wird allen Menschen offen stehen. [Youcat 8]

Das sagen die Päpste

Im Laufe der Jahrhunderte haben die Menschen Sünden begangen, vielleicht sogar noch mehr als die vor der Flut beschriebenen. Aus den Worten des Bundes, den Gott mit Noah geschlossen hat, erkennen wir jedoch, dass es jetzt keine Sünde gibt, die Gott dazu bringen kann, die von ihm selbst geschaffene Welt zu zerstören. [Papst Johannes Paul II., Predigt, 16. Februar 1997]