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1.27 Was ist der Bund? Und was ist Gottes Plan der Erlösung?

Was hat Jesus für uns getan?

Das Alte Testament erzählt uns vom Volk Israel, dem auserwählten Volk Gottes. Gott hat mit diesem Volk einen Bund geschlossen: Sie würden Gott treu sein und Gott würde sie niemals aufgeben. Durch schlechtes Benehmen brach das Volk Israel diesen Bund. Gott vergab seinem Volk und gab die Zehn Gebote als neuen Bund. Leider sündigten die Menschen weiter, aber Gott vergab ihnen immer wieder und ging mit ihnen einen neuen Bund ein.

Gott wollte, dass der Mensch für immer glücklich ist: Er wollte die Sünde der ersten Menschen und aller nach ihnen kommen tilgen. Dies ist Gottes Erlösungsplan, und der Weg, den er mit uns geht, heißt Erlösungsgeschichte. Durch Jesu Selbstopfer am Kreuz hat Gott einen neuen und endgültigen Bund mit seinem Volk geschlossen. Von diesem Moment an war es den Menschen möglich, in den Himmel zu gelangen und für immer bei Gott zu leben.

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Gottes Bund mit Israel ist auch der Beginn unserer Erlösung. Die Geschichte der Erlösung = die Entfaltung von Gottes Plan, um die Menschheit zu retten.

Die Weisheit der Kirche

Wie offenbart sich Gott im Alten Testament?

Gott zeigt sich im Alten Testament als Gott, der die Welt aus Liebe geschaffen hat und den Menschen auch dann noch treu bleibt, wenn sie in der Sünde von ihm abfallen.  

Gott macht sich in der Geschichte erfahrbar: Mit Noach schließt er einen Bund zur Rettung aller Lebewesen. Den Abraham ruft er, um ihn zum „Stammvater einer Menge von Völkern“ (Gen 17,5) zu machen und in ihm „alle Völker der Erde“ (Gen 12,3) zu segnen. Das aus Abraham hervorgegangene Volk Israel wird sein besonderes Eigentum. Dem Mose stellt er sich namentlich vor. Sein geheimnisvoller Name JHWH, ausgeschrieben meist Jahwe, bedeutet „Ich-bin-da“ (Ex 3,14). Er befreit Israel aus der Sklaverei in Ägypten, schließt am Sinai einen Bund und gibt ihm durch Mose das Gesetz. Immer wieder schickt Gott seinem Volk Propheten, um es zur Umkehr und zur Erneuerung des Bundes aufzurufen. Die Propheten verkünden, dass Gott einen neuen und ewigen Bund schließen wird, der eine radikale Erneuerung und endgültige Erlösung bewirken wird. Dieser Bund wird allen Menschen offen stehen. [Youcat 8]

Was offenbart Gott dem Menschen?

In seiner Güte und Weisheit offenbart sich Gott dem Menschen. In Taten und Worten offenbart er sich selbst und seinen gnädigen Ratschluss, den er in Christus für das Menschengeschlecht von Ewigkeit her gefasst hat. Dieser Ratschluss besteht darin, durch die Gnade des Heiligen Geistes alle Menschen als seine Kinder in seinem einzigen Sohn anzunehmen und am göttlichen Leben teilhaben zu lassen. [KKKK 6]

Mit welchen Stufen beginnt die Offenbarung Gottes?

Gott tut sich schon von Anfang an den Stammeltern, Adam und Eva, kund und beruft sie zu einer innigen Gemeinschaft mit ihm. Nach ihrem Sündenfall bricht er seine Offenbarung nicht ab und verheißt das Heil für alle ihre Nachkommen. Nach der Sintflut schließt er mit Noach einen Bund zwischen ihm und allen lebenden Wesen. [KKKK 7]

 

Warum musste Gott sich zeigen, damit wir wissen, wie er ist?

Der Mensch kann mit der Vernunft erkennen, dass es Gott gibt, nicht aber, wie Gott wirklich ist. Weil aber Gott gerne erkannt werden möchte, hat er sich geoffenbart.

Gott musste sich uns nicht offenbaren. Er hat es getan - aus Liebe. Wie man in der menschlichen Liebe nur dann etwas von einem geliebten Menschen wissen kann, wenn er uns sein Herz öffnet, so wissen wir nur darum etwas von den innersten Gedanken Gottes, weil der ewige und geheimnisvolle Gott sich aus Liebe zu uns geöffnet hat. Von der Schöpfung an über die Väter und Propheten bis hin zur endgültigen Offenbarung in seinem Sohn Jesus Christus hat Gott immer wieder zu den Menschen gesprochen. In ihm hat er uns sein Herz ausgeschüttet und sein innerstes Wesen immer für uns anschaulich gemacht. [Youcat 7]

Das sagen die Päpste

Die ganze Heilsgeschichte ist das Werk Gottes. Er geht dem Menschen nach, schenkt ihm seine Liebe und nimmt ihn liebevoll auf. [Papst Franziskus, Tweet, 31. Mai 2013].