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het heelal

1.1 Schließt der Urknall den Glauben an Gott nicht aus?

Schöpfung oder Zufall?

Manche Menschen glauben, dass die Kirche der Wissenschaft widerspricht und dass Christen deswegen auch die Urknall-Theorie ablehnen müssen. Das Gegenteil ist der Fall!

Die Urknall-Theorie wurde als erstes von dem katholischen Priester Georges Lemaître (†1966) formuliert, wofür er Anerkennung von der Kirche erhielt. Die Idee des Urknalls lässt sich sehr gut mit dem Glauben verbinden, dass Gott die Welt‚ 'ex nihilo' (aus dem Nichts) geschaffen hat.

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Die Urknall-Theorie schließt den Glauben an Gott nicht aus. Im Gegenteil kann sie als Weg verstanden werden, wie Gott mit der Schöpfung des Universums begann.

Die Weisheit der Kirche

Wie hat Gott die Welt erschaffen?

Gott hat die Welt mit Weisheit und Liebe aus freiem Willen erschaffen. Die Welt ist nicht das Ergebnis einer Notwendigkeit, eines blinden Schicksals oder des Zufalls. Gott hat „aus dem Nichts“ („ex nihilo“) (2 Makk 7, 28) eine geordnete und gute Welt erschaffen, über die er unendlich erhaben ist. Durch seinen Sohn und den Heiligen Geist erhält er seine Schöpfung im Sein und trägt sie, gibt ihr die Möglichkeit zu wirken und führt sie zur Vollendung. [KKKK 54]

Ist die Welt ein Zufallsprodukt?

Nein. Gott, nicht der Zufall, ist die Ursache der Welt. Sie ist weder, was ihre Herkunft, noch, was ihre innere Ordnung und Zielgerichtetheit betrifft, ein Produkt „sinnlos“ wirkender Faktoren.   

Christen glauben, dass sie die Handschrift Gottes in seiner Schöpfung lesen können. Wissenschaftlern, die vom Ganzen der Welt als einem zufälligen, sinn- und ziellosen Prozess sprechen, hielt Johannes Paul II. 1985 entgegen: „Angesichts eines Universums, in dem eine solch komplexe Organisation seiner Elemente und eine so wunderbare Zielgerichtetheit in seinem Leben vorhanden ist, von Zufall zu sprechen, würde gleichbedeutend damit sein, die Suche nach einer Erklärung der Welt, wie sie uns erscheint, aufzugeben. In der Tat würde dies gleichbedeutend sein damit, Wirkungen ohne Ursache anzunehmen. Es würde die Abdankung des menschlichen Verstandes bedeuten, der auf diese Weise sich dem Denken und der Suche nach einer Lösung für die Probleme verweigern würde.“ [Youcat 43]

Das sagen die Kirchenväter

Es liegt in der Natur der Dinge, dass sie ihren Ursprung aus dem bereits Bestehenden ableiten. Und es schien mir, dass man mit gleicher Wahrheit sagen könne, dass nichts ewig mit Gott koexistent ist, wenn es sich von Ihm unterscheidet, sondern dass das, was existiert, seinen Ursprung in Ihm hat. [Hl. Methodius, On Free Will, Kap. 2 (ML 18, 244)]