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4.46 Sind Glücksspiel, Drogen, Alkohol oder übermäßiger Reichtum sündhaft?

Gesellschaft und Gemeinschaft

„Zu viel“ ist fast nie eine gute Idee. Vor allem wenn du dadurch dich und andere in Gefahr bringst. Alkohol zu trinken ist keine Sünde, aber es ist sündhaft zu viel zu trinken (Röm 13,13)Röm 13,13: Lasst uns ehrbar leben wie am Tage, nicht in Fressen und Saufen, nicht in Unzucht und Ausschweifung, nicht in Hader und Neid.. Glücksspiel bedeutet mit Geld oder anderen wertvollen Dingen zu wetten, was in sich keine Sünde ist. Die Gefahr dabei besteht jedoch, dass du dich an deiner Gier verlierst.

Der Gebrauch von Drogen (außer aus medizinischen Gründen) ist eine schwere Sünde, weil es deiner Gesundheit und deinem Leben ernsthaft schaden kann. Das wahre Leben im Himmel ist unsere einzige ewige Zukunft. Wenn du das im Kopf behältst, werden Reichtümer auf Erden unwichtiger.  

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Mäßigung ist eine wichtige Tugend. Glücksspiel zum Spaß, Reichtum ohne Gier und Alkohol in Maßen sind nicht sündhaft. Drogenmissbrauch schon.

Die Weisheit der Kirche

Darf ein Christ an Wetten und Glücksspielen teilnehmen?

Wetten und Glücksspiele sind dann unmoralisch und gefährlich, wenn der Spieler seinen Lebensunterhalt gefährdet. Schlimmer wird es noch, wenn er die Lebensgrundlage anderer Menschen riskiert, schon gar derer, die ihm anvertraut sind.

Es ist moralisch höchst fragwürdig, hohe Summen im Glücksspiel einzusetzen, während anderen das Nötigste zum Leben fehlt. Wetten und Glücksspiele können zudem süchtig machen und den Menschen versklaven. [Youcat 434]

Welche Pflicht haben wir gegenüber dem Leib?

Wir sollen in vernünftiger Weise für die eigene leibliche Gesundheit und die Gesundheit anderer Sorge tragen, dabei jedoch den Körperkult und jede Art von Übertreibungen meiden. Außerdem sind der Genuss von Drogen, die zu äußerst schweren Schädigungen der Gesundheit und des menschlichen Lebens führen, sowie das Übermaß an Speisen, Alkohol, Tabak und Medikamenten zu meiden. [KKKK 474]

Warum ist es Sünde, Drogen zu nehmen?

Der Genuss von Drogen ist darum Sünde, weil er ein Akt der Selbstzerstörung und damit ein Verstoß gegen das Leben ist, das Gott uns aus Liebe geschenkt hat.

Jede Abhängigkeit eines Menschen von legalen (Alkohol, Medikamente, Tabak) und in verstärktem Maß noch von illegalen Drogen ist ein Tausch von Freiheit gegen Sklaverei; sie schädigt Gesundheit und Leben des Betroffenen und fügt auch Mitmenschen schweren Schaden zu. Alles Sichverlieren und Sichvergessen des Menschen im Rausch, wozu auch exzessives Essen und Trinken, das Sichausliefern an seine Sexualität oder das Rasen mit dem Auto gehören können, ist ein Verlust an menschlicher Würde und Freiheit und darum eine Sünde gegen Gott. Davon zu unterscheiden ist der vernünftige, bewusste und mäßige Umgang mit Genussmitteln. [Youcat 389]

Das sagen die Päpste

Jeder von uns kann still an die Menschen denken, die ohne Hoffnung leben und in eine tiefe Traurigkeit getaucht sind, aus der sie herauszukommen versuchen, und dabei glauben sie, das Glück im Alkohol zu finden, in den Drogen, im Glücksspiel, in der Macht des Geldes, in der zügellosen Sexualität... Aber sie werden noch mehr enttäuscht und reagieren manchmal ihre Wut auf das Leben mit gewalttätigem und menschenunwürdigem Verhalten ab. [Papst Franziskus, Ansprache an die Teilnehmer der Pastoraltagung der Diözese Rom, 17. Juni 2013]