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4.47 Wie lassen sich soziale Medien auf die richtige Weise nutzen?

Gesellschaft und Gemeinschaft

Soziale Medien bieten einen guten Weg mit einer großen Anzahl von Menschen in Kontakt zu bleiben. Natürlich könnte man sagen, dass in der Bibel nichts über soziale Medien steht und man dadurch im Internet tun kann, was man will. Jedoch bist du auch online ein Christ und Nächstenliebe ist ein wichtiger Teil davon.

Menschen in sozialen Netzwerken zu mobben und auszuschließen ist wirklich falsch. Es ist wichtig, sich etwas Zeit dafür zu nehmen, um offline“ zu sein und Kontakt mit Gott, mit deiner Familie und mit deinen Freunden zu haben. 

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Auch online bist du immer Christ! Poste nicht einfach alles. Geh offline für Gott und für andere; schenke ihnen deine liebevolle Aufmerksamkeit.

Die Weisheit der Kirche

Was verlangt das achte Gebot?

Das achte Gebot verlangt die Achtung der Wahrheit, verbunden mit der Diskretion der Liebe: bei der Mitteilung und Information, die stets das persönliche und allgemeine Wohl, den Schutz des Privatlebens und die Gefahr des Ärgernisses berücksichtigen müssen; bei der Wahrung von Berufsgeheimnissen, die immer einzuhalten sind, außer in Sonderfällen bei Vorliegen entsprechend gewichtiger Gründe; und auch bei vertraulichen Mitteilungen, die unter dem Siegel der Verschwiegenheit gemacht wurden. [KKKK 524]

Wie sind die sozialen Kommunikationsmittel zu gebrauchen?

Die Information durch Medien muss im Dienst des Gemeinwohls stehen, inhaltlich stets der Wahrheit entsprechen und bei Beachtung der durch Recht und menschliche Rücksichtnahme gezogenen Grenzen auch vollständig sein. Außerdem muss sie in der Ausdrucksweise ehrlich und angemessen sein und die sittlichen Grundsätze, die legitimen Rechte und die Würde der Person genau beachten. [KKKK 525]

Warum verlangt Wahrheit Diskretion?

Die Mitteilung der Wahrheit muss klug geschehen und eingebettet sein in Liebe. Häufig wird die Wahrheit als Waffe eingesetzt und entfaltet so eine zerstörerische statt eine aufbauende Wirkung.

Bei der Mitteilung von Informationen muss man an die „drei Siebe“ des Sokrates denken: Ist es wahr? Ist es gut? Ist es hilfreich? Diskretion ist auch geboten bei Berufsgeheimnissen. Sie sind immer einzuhalten, außer in strikt zu begründenden Sonderfällen. Ebenso macht sich schuldig, wer vertrauliche Mitteilungen, die unter dem Siegel der Verschwiegenheit gegeben wurden, öffentlich macht. Alles, was man sagt, muss wahr sein, aber nicht alles, was wahr ist, muss man sagen. [Youcat 457]

Welche ethische Verantwortung hat man mit Kommunikationsmitteln?

Medienschaffende haben eine Verantwortung gegenüber Mediennutzern. Vor allem müssen sie wahrheitsgemäß informieren. Sowohl die Recherche wahrer Sachverhalte wie auch deren Veröffentlichung müssen die Rechte und die Würde des Menschen beachten.

 Die Sozialen Kommunikationsmittel sollen zum Aufbau einer gerechten, freien und solidarischen Welt beitragen. Tatsächlich werden Medien nicht selten als Waffen in der ideologischen Auseinandersetzung eingesetzt, oder man gibt im Wunsch nach Reichweite („Quote“) jede ethische Steuerung ihrer Inhalte auf und macht sie zum Mittel, Menschen zu verführen und abhängig zu machen. [Youcat 459]

Das sagen die Päpste

Die kommunikative Umwelt kann uns behilflich sein zu reifen oder, im Gegenteil, die Orientierung zu verlieren. Der Wunsch nach digitaler Vernetztheit kann am Ende dazu führen, dass wir uns von unserem Nächsten absondern, von dem, der uns ganz nahe ist. Ganz zu schweigen davon, dass derjenige, der aus unterschiedlichen Gründen keinen Zugang zu den social media hat, Gefahr läuft, ausgeschlossen zu sein... Es genügt nicht, auf digitalen „Wegen“ zu gehen, einfach vernetzt zu sein: Die Verbindung durch das Netz muss begleitet sein von einer wirklichen Begegnung. Wir können nicht allein leben, in uns selbst verschlossen. Wir haben es nötig, zu lieben und geliebt zu werden. [Papst Franziskus, Botschaft zum Welttag der sozialen Kommunikationsmittel, 1. Juni 2014]