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3.17 Warum gibt es Wallfahrten und Prozessionen? Was sind Exerzitien?

Traditionen und Andachten

Wie auch bei seinen ersten Jüngern lädt Jesus auch heute alle Menschen ein, ihm zu folgen (Mk 1,17)Mk 1,17: Da sagte er zu ihnen: Kommt her, mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen.. Ein Pilger ist jemand, der mit Jesus unterwegs ist, um zu einem heiligen Ort zu pilgern. Als Pilger hast du zwei Ziele: einerseits in der Beziehung zu Gott und in der Selbsterkenntnis zu wachsen und andererseits auf dem Weg in den Himmel voranzukommen, was unser letztes Ziel ist.

Feierliche Prozessionen, bei denen wir singen und beten, erinnern uns daran, dass wir alle Pilger sind. Wenn du Exerzitien machst, ziehst du dich buchstäblich für eine gewisse Zeit aus dem Alltag zurück, sodass du dich ganz auf Gott konzentrieren kannst.

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Pilgerreisen und Prozessionen erinnern uns daran, dass das Leben eine Reise zum Himmel ist. Wir ziehen uns aus dem Alltag zurück um zu beten.

Die Weisheit der Kirche

Welche Formen der Volksfrömmigkeit begleiten das sakramentale Leben der Kirche?

Der religiöse Sinn des christlichen Volkes hat immer unterschiedliche Ausdrucksformen in den mannigfaltigen Frömmigkeitsformen gefunden, die das sakramentale Leben der Kirche begleiten. Dazu gehören etwa die Reliquienverehrung, der Besuch von Heiligtümern, die Wallfahrten, die Prozessionen, die Kreuzwegandachten und der Rosenkranz. Durch das Licht des Glaubens erhellt und fördert die Kirche die echten Formen der Volksfrömmigkeit. [KKKK 353]

Was ist der Sinn von Wallfahrten?

Wer auf Wallfahrt geht, „betet“ mit den Füßen und erfährt mit allen Sinnen, dass sein ganzes Leben ein einziger großer Weg zu Gott ist. 

Schon im alten Israel pilgerte man zum Heiligtum nach Jerusalem. Christen griffen diesen Brauch auf. So entstand vor allem im Mittelalter eine regelrechte Wallfahrtsbewegung zu den heiligen Stätten (vor allem nach Jerusalem und zu den Apostelgräbern in Rom und Santiago de Compostela). Vielfach pilgerte man, um Buße zu tun, und oft war dieses Tun nicht frei von dem falschen Gedanken, man müsse sich durch selbstquälerische Leistung vor Gott rechtfertigen. Heute erlebt das Wallfahren eine einzigartige Renaissance. Menschen suchen den Frieden und die Kraft, die von Gnadenorten ausgehen. Sie haben die Alleingänge satt, wollen aus dem Alltagstrott herauskommen, sich von Ballast befreien und auf Gott hin in Bewegung kommen. [Youcat 276]

Das sagen die Päpste

Die Pilgerfahrt ist ein besonderes Zeichen, denn sie ist das Symbol für den Weg, den ein jeder Mensch in seinem Dasein zurückzulegen hat. Das Leben selbst ist eine Pilgerreise und der Mensch ist viator, ein Pilger auf der Straße nach dem ersehnten Ziel...Unser Herr Jesus Christus gibt uns die einzelnen Schritte für diese Pilgerreise vor, damit wir das Ziel erreichen. » Richtet nicht, dann werdet auch ihr nicht gerichtet werden. Verurteilt nicht, dann werdet auch ihr nicht verurteilt werden. Erlasst einander die Schuld, dann wird auch euch die Schuld erlassen werden. Gebt, dann wird auch euch gegeben werden. In reichem, vollem, gehäuftem, überfließendem Maß wird man euch beschenken; denn nach dem Maß, mit dem ihr messt und zuteilt, wird auch euch zugeteilt werden«. [Papst Franziskus, Misericordiae Vultus, Nr. 14]