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3.34 Wann feiern wir Christi Himmelfahrt und Pfingsten?

Große Kirchenfeste

Nach seiner Auferstehung am Ostersonntag erschien Jesus seinen Jüngern während eines Zeitraums von vierzig Tagen. Er redete mit ihnen über Gott und die Zukunft, die er für das Volk vorbereitet hatte: das Reich Gottes (Apg 1,3)Apg 1,3: Ihnen hat er nach seinem Leiden durch viele Beweise gezeigt, dass er lebt; vierzig Tage hindurch ist er ihnen erschienen und hat vom Reich Gottes gesprochen.. Vierzig Tage nach dem Ostersonntag erinnern wir uns an den Aufstieg Jesu zum Himmel bzw. seine „Himmelfahrt“.

Seine Jünger verbrachten die Tage nach der Himmelfahrt im Gebet (Apg 1,14)Apg 1,14: Sie alle verharrten dort einmütig im Gebet, zusammen mit den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und seinen Brüdern.. Genau wie wir freuten sie sich auf die Ankunft des Helfer oder Trösters, dem Heiligen Geist, den Jesus versprochen hatte (Joh 17,7Joh 17,7: Sie haben jetzt erkannt, dass alles, was du mir gegeben hast, von dir ist., Apg 1,9-11Apg 1,9-11: Als er das gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben und eine Wolke nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken. Während sie unverwandt ihm nach zum Himmel emporschauten, siehe, da standen zwei Männer in weißen Gewändern bei ihnen und sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel empor? Dieser Jesus, der von euch fort in den Himmel aufgenommen wurde, wird ebenso wiederkommen, wie ihr ihn habt zum Himmel hingehen sehen.). Pfingsten ist der fünfzigste Tag nach Ostern. Dies ist der Tag, an dem wir den Eintritt des Heiligen Geistes in das Leben der Christen feiern. Die Apostel waren so mit dem Heiligen Geist erfüllt, dass sie sich gezwungen fühlten, das Evangelium von Jesus zu verkünden.

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Jesus ist 40 Tage nach Ostern in den Himmel aufgestiegen; neun Tage später empfingen die Apostel den Heiligen Geist an Pfingsten.

Die Weisheit der Kirche

Was heißt: Jesus ist in den Himmel aufgefahren?

Mit Jesus ist einer von uns bei Gott angekommen und für immer da. In seinem Sohn ist Gott uns Menschen menschlich nah. Zudem sagt Jesus im Johannesevangelium: „Und ich, wenn ich über die Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen.“ (Joh 12,32)

Im Neuen Testament markiert die Himmelfahrt Christi das Ende einer vierzigtägigen besonderen Nähe des Auferstandenen zu seinen Jüngern. Am Ende dieser Zeit geht Christus mit seinem ganzen Menschsein in die Herrlichkeit Gottes ein. Die Heilige Schrift bringt dies zum Ausdruck durch die Sinnbilder von „Wolke“ und „Himmel“. „Der Mensch“, sagt Papst Benedikt XVI., „findet Raum in Gott“. Jesus Christus ist nun beim Vater, von wo er eines Tages kommen wird, „zu richten die Lebenden und die Toten“. Christi Himmelfahrt bedeutet, dass Jesus nicht mehr sichtbar auf der Erde ist, aber dennoch gegenwärtig und da. [Youcat 109]

Was geschah an Pfingsten?

Fünfzig Tage nach seiner Auferstehung schickte der Herr vom Himmel her den Heiligen Geist auf seine Jünger herab. Die Zeit der Kirche begann. 

Am Pfingsttag machte der Heilige Geist aus angstbesetzten Aposteln mutige Zeugen Christi. In kürzester Zeit ließen sich Tausende taufen: Es war die Geburtsstunde der Kirche. Das Sprachenwunder von Pfingsten zeigt, dass die Kirche von Anfang an für alle da ist; sie ist universal (lat. für das griech. katholisch) und missionarisch. Sie spricht zu allen Menschen, überwindet ethnische und sprachliche Grenzen und kann von allen verstanden werden. Bis heute ist der Heilige Geist das Lebenselixier der Kirche. [Youcat 118]

Das sagen die Päpste

„Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. … Empfangt den Heiligen Geist!“ (Joh 20,21.22), so sagt Jesus. Die Ausgießung des Heiligen Geistes am Abend nach der Auferstehung wiederholt sich am Pfingsttag und wird durch außerordentliche Zeichen begleitet... wie ein Wind, der heftig auf das Haus niederfährt und in die Köpfe und die Herzen der Apostel einbricht. Infolgedessen empfangen sie eine solche Energie, dass sie angetrieben werden, in verschiedenen Sprachen das Ereignis der Auferstehung Christi zu verkünden. [Papst Franziskus, Predigt an Pfingsten, 24. Mai 2015]