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1.17 Wie und wann entstand das Neue Testament?

Die Bibel: wahr oder falsch?

Die Geschichten über Jesus wurden zuerst durch Mundpropaganda verbreitet. Sie wurden zwischen 20 und 70 Jahren nach seinem Tod niedergeschrieben. Zu den ersten Schriften zählen die Briefe des Apostels Paulus an verschiedene frühchristliche Gemeinschaften. Das Neue Testament besteht aus insgesamt 27 Büchern und Briefen.

Um festzustellen, welche Schriften vom Heiligen Geist inspiriert wurden, untersuchte die Kirche eine Reihe von Aspekten, darunter die Herkunft der Autoren und den Umfang, in dem die Texte der gesamten Lehre Jesu entsprachen.

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Der hl. Paulus schrieb seine Briefe etwa um 50 n.Chr. Bald darauf verfassten andere Autoren den Rest der 27 Bücher des Neuen Testaments.

Die Weisheit der Kirche

Was ist der Schriftkanon?

Der Schriftkanonist die vollständige Liste der heiligen Schriften, welche die apostolische Überlieferung die Kirche unterscheiden ließ. Dieser Kanonumfasst 46 Schriften des Alten und 27 Schriften des Neuen Testaments. [KKKK 20]

Wie liest man die Bibel richtig?

Die Heilige Schrift liest man richtig, wenn man sie betend, das heißt mit Hilfe des Heiligen Geistes liest, unter dessen Einfluss sie entstanden ist. Sie ist Wort Gottes und enthält die entscheidende Mitteilung Gottes an uns. 

Die Bibel ist wie ein langer Brief Gottes an jeden Einzelnen von uns. Deshalb muss ich die Heiligen Schriften mit großer Liebe und Ehrfurcht in Empfang nehmen: Zunächst gilt es, den Brief Gottes wirklich zu lesen, d. h. nicht Einzelheiten herauszupicken und das Ganze außer Acht zu lassen. Das Ganze muss ich dann auf sein Herzstück und Geheimnis hin deuten: auf Jesus Christus, von dem die ganze Bibel spricht, auch das Alte Testament.  Ich soll also die Heiligen Schriften im gleichen lebendigen Glauben der Kirche lesen, aus dem heraus sie entstanden sind. [Youcat 16]

Welche Bedeutung hat das Neue Testament für Christen?

Im Neuen Testament vollendet sich die Offenbarung Gottes. Die vier Evangelien nach Matthäus, Markus, Lukas und Johannes sind das Herzstück der Heiligen Schrift und der kostbarste Schatz der Kirche. In ihnen zeigt sich der Sohn Gottes, wie er ist und begegnet uns. In der Apostelgeschichte erfahren wir von den Anfängen der Kirche und vom Wirken des Heiligen Geistes. In den Apostolischen Briefen wird das Leben der Menschen mit all seinen Facetten in das Licht Christi gestellt. In der Geheimen Offenbarung sehen wir das Ende der Zeiten voraus. 

Jesus ist alles, was Gott uns sagen möchte. Das ganze Alte Testament bereitet die Menschwerdung des Sohnes Gottes vor. Alle Verheißungen Gottes finden in Jesus ihre Erfüllung. Christ sein heißt sich immer tiefer mit dem Leben Christi verbinden. Dazu muss man die Evangelien lesen und leben. Madeleine Delbrêl sagt: „Durch sein Wort sagt uns Gott, was er ist und was er will; er sagt es endgültig und sagt es für jeden einzelnen Tag. Wenn wir unser Evangelium in Händen halten, sollten wir bedenken, dass das Wort darin wohnt, das in uns Fleisch werden will, uns ergreifen möchte, damit wir an einem neuen Ort, zu einer neuen Zeit, in einer neuen menschlichen Umgebung sein Leben aufs Neue beginnen.“ [Youcat 18]

Wie ist die Heilige Schrift zu lesen?

Die Heilige Schrift muss mit Hilfe des Heiligen Geistes und unter Anleitung des Lehramtes der Kirche gemäß den folgenden drei Kriterien gelesen und ausgelegt werden: 
1) auf den Inhalt und die Einheit der ganzen Schrift achten; 
2) die Schrift in der lebendigen Überlieferung der Gesamtkirche lesen; 
3) auf die Analogie des Glaubens achten, das heißt auf den Zusammenhang der Glaubenswahrheiten untereinander.

[KKKK 19]

Das sagen die Päpste

[Saint Jerome, who translated the Bible in Latin,] shows that the immunity of Scripture from error or deception is necessarily bound up with its Divine inspiration and supreme authority… Thus when, at the instance of Pope Damasus, he had begun correcting the Latin text of the New Testament, and [was attacked for this]… Jerome briefly replied that he was not so utterly stupid nor so grossly uneducated as to imagine that the Lord's words needed any correction or were not divinely inspired. [Pope Benedict XV, Spiritus Paraclitus, n. 13]