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2.2 Wie wird die Kirche geleitet?

Die Kirche von heute

Die Kirche wird vom Papst (der auch der Bischof von Rom ist) geleitet zusammen mit den anderen Bischöfen. Der Papst ist der Nachfolger des Apostels Petrus, der von Jesus gewählt wurde, um die Kirche zu führen.

Die anderen Bischöfe sind die Nachfolger der anderen Apostel. Ein Bischof leitet eine Diözese. Jede Diözese ist in Pfarreien unterteilt, die von Pfarrern oder Pastoren geleitet werden.

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Die Kirche wird vom Papst und den Bischöfen, jeder mit seiner eigenen Diözese, geleitet. Die Diözese ist in Pfarreien unterteilt, die von einem Pfarrer geleitet werden.

Die Weisheit der Kirche

Warum hat Christus die kirchliche Hierarchie eingesetzt?

Christus hat die kirchliche Hierarchie eingesetzt, um das Volk Gottes in seinem Namen zu weiden. Zu diesem Zweck hat er ihr Vollmacht verliehen. Die Hierarchie setzt sich zusammen aus den geweihten Amtsträgern: den Bischöfen, Priestern und Diakonen. Aufgrund des Weihesakramentes handeln die Bischöfe und die Priester bei der Ausübung ihres Amtes im Namen und in der Person Christi, des Hauptes. Die Diakone dienen dem Volk Gottes in der Diakonie (im Dienst) des Wortes, der Liturgie und der Liebe. [KKKK 179]

Wie zeigt sich die kollegiale Dimension des kirchlichen Amtes?

Nach dem Beispiel der zwölf Apostel, die von Christus miteinander erwählt und ausgesandt wurden, steht die Einheit der Mitglieder der kirchlichen Hierarchie im Dienst der Gemeinschaft aller Gläubigen. Jeder Bischof übt seinen Dienst als Glied des Bischofskollegiums in Gemeinschaft mit dem Papst aus und hat mit ihm teil an der Sorge für die Gesamtkirche. Die Priester üben ihren Dienst im Presbyterium der Teilkirche in Gemeinschaft mit ihrem Bischof und unter seiner Leitung aus. [KKKK 180]

Warum hat das kirchliche Amt auch einen persönlichen Charakter?

Das kirchliche Amt hat auch einen persönlichen Charakter, weil jeder kraft des Weihesakramentes verantwortlich ist vor Christus, der ihn persönlich berufen und ihm die Sendung erteilt hat. [KKKK 181]

Warum ist die Kirche keine demokratische Organisation?

Das Prinzip der Demokratie lautet: Alle Macht geht vom Volke aus. In der Kirche aber geht alle Macht von Christus aus. Deshalb hat die Kirche einen hierarchischen Aufbau. Gleichzeitig gab ihr Christus jedoch auch eine kollegiale Struktur.

Das hierarchische Element in der Kirche besteht darin, dass es Christus selbst ist, der in ihr handelt, wenn geweihte Amtsträger durch Gottes Gnade etwas tun und geben, was sie von sich aus nicht tun und geben könnten, d.h., wenn sie an Stelle Christi die Sakramente spenden und in seiner Vollmacht lehren. Das kollegiale Element in der Kirche besteht darin, dass Christus das Ganze des Glaubens einer Gemeinschaft von zwölf Aposteln anvertraut hat, deren Nachfolger unter dem Vorsitz des Petrusamtes die Kirche leiten. Von diesem kollegialen Ansatz her gehören die Konzilien unverzichtbar zur Kirche. Aber auch in den anderen Gremien der Kirche, in Synoden und Räten, können die Vielfalt der Geistesgaben und Universalität der Weltkirche fruchtbar werden. [Youcat 140]

Welche Aufgabe hat das Bischofskollegium?

Das Bischofskollegium übt - in Gemeinschaft mit dem Papst und niemals ohne ihn - ebenfalls die höchste und ganze Vollmacht über die Kirche aus. [KKKK 183]

Wie erfüllen die Bischöfe ihre Sendung zu lehren?

Die Bischöfe haben in Gemeinschaft mit dem Papst die Pflicht, als authentische, mit der Autorität Christi versehene Zeugen des apostolischen Glaubens allen getreu und mit Vollmacht das Evangelium zu verkünden. Durch den übernatürlichen Glaubenssinn hält das Volk Gottes unter der Leitung des lebendigen Lehramtes der Kirche den Glauben unverlierbar fest. [KKKK 184]

Wann ist das Lehramt unfehlbar?

Das Lehramt ist unfehlbar, wenn der Papst kraft seiner Autorität als oberster Hirte der Kirche oder das Bischofskollegium in Gemeinschaft mit dem Papst, vor allem auf einem Ökumenischen Konzil, eine Lehre über den Glauben oder die Sitten in einem endgültigen Akt verkünden. Das Lehramt ist auch unfehlbar, wenn der Papst und die Bischöfe in ihrem ordentlichen Lehramt übereinstimmend eine Lehre als endgültig vorlegen. Solchen Lehren muss jeder Gläubige im Glaubensgehorsam anhangen. [KKKK 185]

Wie üben Bischöfe den Dienst der Heiligung aus?

Die Bischöfe heiligen die Kirche, wenn sie durch den Dienst am Wort und an den Sakramenten, insbesondere der Eucharistie, die Gnade Christi verwalten. Sie heiligen die Kirche auch durch ihr Gebet, ihr Vorbild und ihre Arbeit. [KKKK 186]

Wie üben Bischöfe das Leitungsamt aus?

Jeder Bischof trägt als Glied des Bischofskollegiums zusammen mit den anderen Bischöfen in Einheit mit dem Papst kollegial die Sorge für alle Teilkirchen und für die ganze Kirche. Der Bischof, dem eine Teilkirche anvertraut wird, leitet diese mit der Autorität seiner eigenen, ordentlichen und unmittelbaren heiligen Vollmacht, die er in Gemeinschaft mit der ganzen Kirche und unter der Leitung des Nachfolgers Petri im Namen Christi, des guten Hirten, ausübt. [KKKK 187]

Können Bischöfe gegen den Papst, kann der Papst gegen die Bischöfe handeln und lehren?

Bischöfe können nicht gegen den Papst, sondern nur mit ihm handeln und lehren. Der Papst dagegen kann in klar bestimmten Fällen auch ohne Zustimmung der Bischöfe entscheiden. 

Allerdings ist der Papst in seinen Entscheidungen gebunden an den Glauben der Kirche. Es gibt so etwas wie den allgemeine Glaubenssinn der Kirche; eine durch den Heiligen Geist gewirkte, durchgängig in der Kirche vorhandene Grundüberzeugung in Glaubensdingen, gewissermaßen der gesunde Menschenverstand der Kirche, also das, „was immer, überall und von allen geglaubt wurde“ (Vinzenz von Lérins). [Youcat 142]

Das sagen die Kirchenväter

Alle sollt ihr dem Bischof gehorchen wie Jesus Christus dem Vater, und auch dem Presbyterium wie den Aposteln; die Diakonen aber ehret wie Gottes Anordnung. [Hl. Ignatius von Antiochia, Briefe an die Smyrnäer, Kap. 8 (MG 5, 713)]