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1.15 Welche Struktur hat das Alte Testament?

Die Bibel: wahr oder falsch?

Das katholische Alte Testament besteht aus 46 Büchern. Die ersten fünf Bücher - Genesis, Exodus, Levitikus, Numeri und Deuteronomium - heißen Pentateuch (das griechische Wort für „fünf Rollen“).

Dem Pentateuch folgen die Gesichtsbücher, die die Geschichte des Volkes Israel beschreiben, und die Bücher der Weisheit, welche Sammlungen von Antworten auf allgemeine Fragen zum Leben sind, die Gläubige stellen. Schließlich gibt es die Bücher der Propheten, in denen Propheten vor der Sünde warnen und das Kommen des Messias (Jesus) ankündigen. Was wir das Alte Testament nennen, nennen die Juden den Tanakh.

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Die 46 Bücher des Alten Testaments können in vier Teile unterteilt werden: Pentateuch, Historische Bücher, Prophetische Bücher und Bücher der Weisheit.

Die Weisheit der Kirche

Welche Bedeutung hat das Alte Testament für Christen?

Im Alten Testament zeigt sich Gott als Schöpfer und Erhalter der Welt und als Führer und Erzieher der Menschen. Auch die Bücher des Alten Testaments sind Wort Gottes und Heilige Schrift. Ohne das Alte Testament kann man Jesus nicht verstehen.

Im Alten Testament fängt eine große Lerngeschichte des Glaubens an, die im Neuen Testament eine entscheidende Wende nimmt und mit dem Ende der Welt und der Wiederkunft Christi ans Ziel kommt. Dabei ist das Alte Testament weit mehr als ein bloßes Vorspiel für das Neue. Die Gebote und Prophezeiungen für das Volk des Alten Bundes und die Verheißungen, die darin für alle Menschen enthalten sind, wurden nie widerrufen. In den Büchern des Alten Bundes findet sich ein unersetzlicher Schatz an Gebeten und Weisheit; insbesondere die Psalmen gehören zum täglichen Gebet der Kirche. [Youcat 17]

Das sagen die Päpste

»Das Neue Testament liegt im Alten verborgen, und das Alte ist im Neuen offenbar« [138] – so die scharfsinnige und weise Äußerung des hl. Augustinus zu diesem Thema. Es ist also wichtig, sowohl in der Seelsorge als auch im akademischen Bereich die enge Beziehung zwischen den beiden Testamenten deutlich hervorzuheben und mit dem hl. Gregor dem Großen daran zu erinnern, daß »das Neue Testament die Verheißungen des Alten Testaments sichtbar gemacht hat; was dieses in verborgener Weise ankündigt, verkündet jenes offen als gegenwärtig. So ist das Alte Testament Vorausschau des Neuen Testaments; und das Neue Testament ist der beste Kommentar zum Alten Testament« [Papst Benedikt XVI., Verbum Domini, Nr. 41]