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3.49 Kann jeder die Kommunion empfangen?

Die Eucharistie

Das Wort „Kommunion“ bedeutet wörtlich, eins mit Jesus zu werden. Er wollte, dass die Kirche, die er selbst gegründet hat, sehr eng mit ihm verbunden ist. Die Spaltungen zwischen Christen sind sehr bedauerlich. Solange wir keine einzige Kirche bilden, können wir die Eucharistie nicht zusammen mit allen Christen empfangen.

Alle sind herzlich eingeladen, an der Feier der Eucharistie teilzunehmen, aber bevor ein Katholik sich zur Kommunion nach vorne kommt, fragt er sich im Gebet, ob er dies mit gutem Gewissen tun kann. Zum Beispiel wird jemand, der schwere Sünden begangen hat, zuerst Jesus um Vergebung bitten. Du kannst die Kommunion nur empfangen, wenn du in Einheit mit der katholischen Kirche bist. In der #TwGOD-App findest du die Standardtexte der Messe in vielen Sprachen.

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Solange die Christenheit geteilt ist, können nur Katholiken die Kommunion in der Messe empfangen, und sie müssen im Stand der Gnade sein.

Die Weisheit der Kirche

Wann ist es möglich, die heilige Kommunion anderen Christen zu spenden?

Katholische Spender spenden erlaubt die heilige Kommunion Angehörigen der Ostkirchen, die nicht in voller Gemeinschaft mit der katholischen Kirche stehen, wenn diese von sich aus darum bitten und in rechter Weise disponiert sind.

Was die Mitglieder der anderen kirchlichen Gemeinschaften betrifft, spenden katholische Spender die heilige Kommunion erlaubt jenen Christen, die bei Vorliegen einer schweren Notlage von sich aus darum bitten, in rechter Weise disponiert sind und bezüglich des Sakramentes den katholischen Glauben bekunden. [KKKK 293]

Wie muss ich vorbereitet sein, um die heilige Eucharistie empfangen zu können?

Wer die heilige Eucharistie empfangen möchte, muss katholisch sein. Sollte er sich einer schweren Sünde bewusst sein, muss er vorher gebeichtet haben. Bevor man zum Altar tritt, soll man sich mit dem Nächsten versöhnen. 

Bis vor wenigen Jahren war es üblich, vor einer Eucharistiefeier mindestens drei Stunden nichts zu essen; so wollte man sich auf die Begegnung mit Christus in der Kommunion vorbereiten. Heute empfiehlt die Kirche wenigstens eine Stunde der Nüchternheit. Ein anderes Zeichen der Ehrfurcht ist ausgewählte, schöne Kleidung - wir haben schließlich ein Rendezvous mit dem Herrn der Welt. [Youcat 220]

Darf die Eucharistie auch an nichtkatholische Christen gespendet werden?

Die heilige Kommunion ist Ausdruck der Einheit des Leibes Christi. Zur katholischen Kirche gehört, wer in ihr getauft ist, ihren Glauben teilt und in Einheit mit ihr lebt. Es wäre ein Widerspruch, würde die Kirche Menschen, die den Glauben und das Leben der Kirche (noch) nicht teilen, zur Kommunion einladen. Die Glaubwürdigkeit des Zeichens der Eucharistie würde Schaden leiden.

Einzelne orthodoxe Christen können um den Empfang der heiligen Kommunion in einem katholischen Gottesdienst bitten, weil sie den eucharistischen Glauben der Katholischen Kirche teilen, während ihre Gemeinschaft noch nicht in der vollen Einheit mit der Katholischen Kirche lebt. Bei Mitgliedern anderer christlicher Konfessionen darf die heilige Kommunion im Einzelfall dann gespendet werden, wenn eine schwere Notlage vorliegt und der volle Glaube an die eucharistische Gegenwart vorhanden ist. Gemeinsame Eucharistie/Abendmahlfeiern von katholischen und evangelischen Christen sind Ziel und Sehnsucht aller ökumenischen Anstrengungen, sie aber vorwegzunehmen, ohne die Realität des Leibes Christi im einen Glauben und in der einen Kirche hergestellt zu haben, ist falsch und deshalb nicht erlaubt. Sonstige ökumenische Gottesdienste, in denen Christen verschiedener Konfessionen miteinander beten, sind gut und werden auch von der Katholischen Kirche gewünscht. [Youcat 222]

Das sagen die Kirchenväter

Denke daran, wie empört du gegen den Verräter bist, gegen die, die ihn gekreuzigt haben. Seht also, damit nicht auch ihr selbst des Leibes und des Blutes Christi schuldig werdet. Sie haben den heiligen Körper abgeschlachtet, aber du erhältst ihn in einer schmutzigen Seele nach so großen Vorteilen. [Hl. Johannes Chrysostomus, Homilien an den Hl. Matthäus, 82:5 (MG 58, 743)]